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Here I am

Mein Tag zwei in Houston hat gerade angefangen. Ich sitze im Haus von Kai und Ela und trinke eine Tasse Kaffee. Aber der Reihe nach.
Als letzten Sonntag Kai und Ela in Frankurt in den Flieger stiegen, habe ich mich einfach daneben gesetzt. Ok, ein Ticket hatte ich natürlich und Urlaub war auch eingereicht, aber genau so war es auch geplant. Wir sind um 7 Uhr morgens zusammen nach Frankfurt gefahren und haben bei Continental Airlines für den Flug nach Houston Texas eingecheckt, Kai und Elas aktuelle Heimat. Drei Stunden vor Abflug muss man bei Flügen in die USA da sein. Die ersten Fragen beim Koffer aufgeben beschränkten sich auf meine geplante Rückreise - das war einfach und ich hatte den ersten Aufkleber auf dem Pass. Ohne Koffer sind wir dann gleich weiter zur Sicherheitskontrolle. Die Schlange war echt übersichtlich und wir sind ohne große Probleme durchgekommen. Hier gab es auch keine besonderen Kontrollen, ich musste nichtmal die Schuhe ausziehen oder den Kunststoff-Gürtel abnehmen. Beim iPad gab es kurze Diskussionen ob das Teil nun ein Computer sei und demnach einzeln durch den Scanner geschickt werden muß, oder halt in der Tasche bleiben kann. Keine 20m weiter kam eine Extrakontrolle für Passagiere in die USA. Das Handgepäck wurde jetzt nochmal händisch durchsucht und wir wurden nochmal bis auf die Socken abgetastet - also doch noch Schuhe ausziehe.  Noch eine Passkontrolle weiter waren wir dann auch durch konnten zwei Stunden im Sicherheitsbereich verbringen.
Als dann um 13 Uhr das boarding begann, standen wir auch recht weit vorne in der Schlange. In Reihe 19, also recht weit vorne, nahm ich dann Platz. 11 Stunden sollte ich hier sitzen, denn wegen dem Sturm Irene an der US-Ostküste mussten wir einen besonders großen Bogen fliegen. Die Beinfreiheit war echt großzügig und das Entertainment-Programm mit kleinen Displays an jedem Platz auch ok, aber Service und Essen waren bei Continetal jetzt nicht so pralle. Aber besser so als umgekehrt.
Wie auf jedem Langstreckenflug konnte ich nicht schlafen. Zwei aktuelle Filme habe ich mir angesehen und so einige podcast-Folgen vom extra vollgepackten iPhone gehört. Kurz vor England gab es die ersten Getränke, das erste Essen kam etwa über Island :-)

In den kommenden Stunden kratzten wir Grönland und kamen von Norden nach Kanada rein. Über die großen Seen ging es runter bis nach Houston, wir sind also ziemlich mittig durch die USA geflogen und waren damit weit von der Ostküste entfernt.
Nach der Landung stürmten wir zur Passkontrolle. Sehr lange Schlangen ließen uns da eine knappe Stunde warten, bevor die TSA mich nach wenigen Fragen und allen Fingerabdrücken ins Land gelassen hatte. In der Summe hatte ich mir die Kontrollen bei Reisen in die USA echt schlimmer vorgestellt.
Wir sammelten die ungeöffneten Koffer ein und passierten den Zoll ohne weitere Verzögerungen.
Kai und Ela hatten ihr Auto am Flughafen geparkt und so suchten wir uns ein Shuttelbus zum JFK-Parkplatz. Wir beluden den Ford bei 40 Grad in der Abendsonne und machten uns auf dem Weg "nach Hause".
Es war jetzt etwa 19 Uhr - oder besser 7pm - Ortszeit und der Verkehr in der viertgrößten Stadt der USA war auch am Sonntag für "Dorfbewohner" wie mich schon zuviel. Über den mautpflichtigen Houston Beltway ging es auf den Highway 290 bis nach Cypress, wo die beiden in einer ruhigen Siedlung ihr Haus haben. Nachdem die Klimaanlagen wieder angeworfen wurden, konnte man es auch im Haus langsam wieder aushalten. In einem Gästezimmer habe ich meine Taschen ausgepackt und einen Rundgang im Casa Brouwer gemacht. Die beiden wohnen hier echt nett, das Haus ist groß, mit fetter Doppelgarage und Grundstück direkt an einem Golfplatz.
Eigentlich wollten wir noch einkaufen fahren, der Kühlschrank war natürlich leer, aber es war schon spät und wir waren auch recht platt. So  haben wir dann nur eine leckere Pizza bestellt, natürlich online. Gegen 11pm bin ich dann nach knapp 24 Stunden ohne Schlaf ins Bett gefallen. Doch Zeitverschiebung und Hitze ließen mich nicht lange schlafen. Gegen 3 Uhr nachts war ich hellwach und konnte auch nicht schlafen. Bis um 8 Uhr habe ich wieder podcasts gehört, wie gut das die mobileMacs-Folgen nie unter 4 Stunden sind :-) Als ich dann gegen 9 Uhr recht verpeilt aufgestanden bin, waren Kai und Ela schon arbeiten. Die armen die.
Gegen 11.30h holte mich Kai ab und wir gingen bei einem echten Mexikaner Mittagessen. War echt sehr lecker, aber bei Hitze konnte ich kaum was essen. 41 Grad Celsius zeigte das Thermometer gegen Mittag. Danach warf er mich in einer Mall raus und ging wieder arbeiten. Ich organisierte mir Bargeld und besorgte mit etwas hickhack eine AT&T-prepaid SIM-Karte für mein iPhone. Ich kaufte noch Kleinigkeiten die ich vergessen hatte einzupacken und machte mich dann im Starbucks breit. Später holte Kai mich ab und wir sind wieder raus zum Flughafen gefahren um meinen Leihwagen abzuholen. Im riesigen Rental Car Center haben wir auch irgendwann den Alamo Schalter gefunden. Der nette Mann wollte mir die ganze Zeit einen schicken Ford Mustang aufschwatzen, aber ich habe sicherheitshalter gar nicht erst nach dem Aufpreis gefragt :-) Trotzdem gab es ein upgrade für mich, denn offensichtlich hatten sie keine Autos der gebuchten kleinen Klasse. Naja, jetzt fahre ich ohne Aufpreis eine coolen Escape 3.0 V6. Auch die erste Fahrt durch Houstons Feierabendverkehr und über den Sam Houston Tollway (am Bargeldschalter) habe ich überlebt.
Nachher waren wir noch im lokalen HEB einkaufen. Eine Art XXL-Marktkauf mit einem schwindelerregendem Sortiment. Bestimmt 50m nur Bier haben die da. Alles verschiedene Sorten. Und bei Fleisch, Cornflakes und Eis sieht es nicht viel anders aus. Aber auch echt viel Obst, Kuchen, Fisch und Käse. Und von allem 50 Sorten. Aber weit und breit nichts zu sehen von Glasflachen, Mehrweg, Pfand oder Öko. Alles nur Platik oder Dosen in Einweg und keine Mülltrennung. Sehr traurig sowas. 
Nach der Vernichtung der Pizzareste vom Vortag ging dann mein erster Urlaubstag zu Ende. Immerhin habe ich nun ein Auto, Bargeld und eine US SIM-Karte. Damit kann der Urlaub losgehen.

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Bild des Benutzers tbals

Dummerweise kann ich hier per iPad keine Bilder einfügen. Mal gucken ob das noch irgendwie geht.

Bild des Benutzers ifranz

Hört sich genau an wie meiner Erfahrungen beim ersten USA-Besuch - erste Nacht kein Schlaf, drückende Hitze und das obligatorische Upgrade bei Alamo ... :-) Ich habe nie das Auto erhalten was ich in Deutschland gebucht hatte.

LG und lass es Dir gut gehen,
Alexx

Bild des Benutzers lilly

Das ist ja klasse! Die haben Dich echt reingelassen ;-) Bin schon sehr gespannt auf Deine Berichte. Es fühlt sich ganz anders an, wenn man selbst schon da war. Grüß mir bitte meine Familie!