Pilgern auf Französisch
Die Tage habe ich mir den Film Saint Jacques... Pilgern auf Französisch angesehen.
Das ist einer dieser Filme, die ich aufgrund des Titels und/oder des Covers erstmal gut zwei,drei Monate ungesehen liegen lasse. So lange kann es dauern, bis ich mal auf dem Sofa liege, viel Lust auf einen Film habe und im Fernsehen echt nur Schrott kommt. Im Fernsehen kommt verdammt oft Schrott, genaugenommen sogar permanent, und wahrscheinlich habe ich auch genau deswegen so selten Bock mich vor die Glotze zu hängen.
Das Testament ihrer Mutter schickt drei ungleiche und zerstrittene Geschwister auf den Jakobsweg. Wenn sie nicht zusammen durchhalten gibt nix vom dicken Erbe. Mehr oder minder gut gerüstet machen sie sich mit einem Reiseführer und fünf anderen Pilgern auf den Weg durch die Berge bis ins galizische Santiago de Compostela. Nach wochenlangen Märschen kommt sich die Gruppe erwartungsgemäß näher, die drei Protagonisten legen langsam ihre Feindseligkeiten ab und man erfährt von den Problemen und Wünschen der Reisenden. Mit gefallen die anspruchslose Story, die wenigen Überraschungen, die wunderschönen Aufnahmen und die surrealen Traumsequenzen. Gewürzt mit Irrwitz, feinen Dialogen und Emotionen der überzeugenden Charakteren machen daraus einen sehr angenehmen Film mit Niveau und Unterhaltungswert.
Die DVD muß jetzt nicht unbedingt in meine Sammlung, aber wenn ich sie mal für ein paar Euro in die Hand kriege wird sie eingepackt. Dabei fällt mir ein: Wer hat mir den Film eigentlich geliehen?
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