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Über Netbooks

Ich bin ja ein großer Fan kleiner Notebooks. Mit so kiloschweren Geräten mit großen Displays und XXL-Tastaturen (inc. Nummerblock) kann ich nicht viel anfangen. Natürlich sind 15 Zoll oder mehr und eine hohe Auflösung gut zum arbeiten aber dafür habe ich meinen Desktop. Diese Meinung vertrete ich schon lange und so habe mir deshalb 2004 ein 12-Zoll IBM Thinkpad X31 gekauft. Klein, leicht, handlich – ideal als mobiler Zweitcomputer. Ideal für mich. Jahrelang war ich damit sehr zufrieden und das gute Stück tut bis heute seinen Dienst ohne auch nur einmal eine Werkstatt gesehen zu haben. Natürlich ist die Hardware schon tüchtig in die Jahre gekommen. Mit einem alten Pentium M und 512MB RAM kann man inzwischen keine großen Sprünge mehr machen. Aber zum normalen surfen, Mails lesen und Textverarbeitung reicht das noch allemal, und so dient das alte Thinkpad inzwischen als Leihgabe in einem Stundentenhaushalt.
Ende 2007 stellte Asus das erste Netbook vor. Im Januar 2008 gab es schon eine verbesserte Version die ich mir damals bei Freunden angesehen hatte. Das Asus damit eine ganz neuen Markt eröffnete war zu der Zeit vermutlich noch niemanden bewusst, aber knappe 3 Jahre später gibt es Netbooks von nahezu jedem Hersteller. Selbst Apple hat mit dem neuen 11-Zoll MacBook Air eins auf dem Markt, auch wenn Steve und seine Jünger es nicht so bezeichnen.
Netbooks sind die modernen handlichen Rechner für die normale Arbeit. Klein, leicht und jederzeit dabei treffen sie den Zeitgeist der „immer-online“ Generation – 5 Stunden Akkulaufzeit sind hier locker drin. Mal von den ersten Modellen abgesehen haben sich bei den Netbook intels Atom CPU, ein 10-Zoll Display, 1-2 GB RAM und 160-250GB RAM weitestgehend durchgesetzt. Mit WLAN, ggf. Bluetooth, USB-Ports, Kamera und SD-Card Reader sind es von der Ausstattung eigentlich ganz normale Notebooks, nur deutlich kleiner und ohne optisches Laufwerk.
Anfang 2009 spielte ich mit dem Gedanken mein in die Jahre gekommenes Thinkpad gegen ein schickes Netbook zu ersetzen. Ich hatte dann noch eine Gerätegeneration abgewartet und mir im Sommer 2009 das Samsung NC10 in blau gekauft. Das NC10 war natürlich noch kleiner und leichter als das X31 und so sollte es auch mein „immer dabei“ Rechner werden. Ich hatte es dann auch oft dabei, doch die Begeisterung für dieses Netbook verflog recht bald wieder. All die schönen Vorteile mobiler Computer diese Klasse wurden schon bald zu echten Nachteilen. Die Diplaygröße ist eigentlich ok, aber die bis heute aktuelle mickrige Auflösung von 1024x600 macht echt keinen Spaß. Zu viele Programme und Webseiten lassen sich nicht vernünftig darstellen. Mehrmals musste ich einen externen Bildschirm anklemmen, um überhaupt in Installationsdialogen den „Weiter“ Button klicken zu können. Auch Videos gucken macht wenig Spaß. Die CPU ist echt zu lahm um Flashvideos von youtube und Co. ruckelfrei darstellen zu können. Auch H.264 von der lokalen Platte laufen kaum besser. Fette Programm zur Bild- oder gar Videobearbeitung sollte man gar nicht erst installieren – es mangelt einfach an Auflösung und CPU-Power. Selbst Word 2007/2010 kann man kaum brauchbar nutzen, da die neuen Menü- und Funktionsleisten zu viele der knappen 600 Pixel Höhe verbraten. Immerhin lassen sich im Firefox durch hilfreiche Plugins einige Pixel rausholen um nicht immer im Fullscreenmodus surfen zu müssen.
Durch diese Erfahrungen mit dem Samsung hat sich meine Meinung zu Netbooks deutlich geändert. Wer aktuelle Programme mit grafischer Oberfläche nutzen möchte sollte sich kein Netbook kaufen. Da ändert auch die Ubuntu Netbook Edition nichts dran. Wer mobil mehr möchte als surfen, twittern und emails schreiben ist gut beraten mindestens ein 13-Zoll Display mit anständiger Auflösung und eine Core CPU zu kaufen. Wem diese Aufgaben ausreichen sollte sich das iPad von Apple näher ansehen. Klar, beides ist nicht zum Preis eines Netbooks zu kriegen, doch dafür habe ich dann ein Gerät was auch das tut, was es soll.

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Bild des Benutzers Frank

Vielen Dank für dein Artikel.
Aktuell stehe ich vor der Entscheidung, ob und welches Netbook ich mir holen soll.
Ich besitze derzeit noch ein Lenovo S10 der ersten Generation. Es hat jedoch kein UMTS und das nervt auf Dauer schön ein wenig. Ebenso ist es sehr träge.
Ich arbeite an einem Lenovo T400. Das ist ja ordentlich groß und ein aufgewachsenes Notebook. Für Reisen und gerade für Events wie Messen oder Barcamps ist es mir aber viel zu schwer. Hier kam das Netbook immer ins Spiel.
Von daher reicht es mir, wenn ich ordentlich mailen, surfen und twittern kann.

Die schlechte Auflösung und das Videoproblem trägt neben dem fehlenden UMTS zum Wunsch bei, etwas Neues anzuschaffen. Gedanklich spiele ich mit dem Gedanken ein preislich interessantes IBM / Lenovo xIrgendwas zu holen. Oder aber ich warte, bis es die ersten guten Android Tablets gibt. Das wird ja auch nicht mehr lange dauern.

Bild des Benutzers tbals

Natürlich muss es kein iPad sein. Christian hat das Galaxy Tab ausführlich getestet und sich auch sonst mit Android Tablets beschäftigt. Da werden bald sehr spannende Geräte auf den Markt kommen. Aktuell scheint das Notion Ink Adam den Ton anzugeben - das erste Video von dem Gerät sieht auf jeden Fall sehr vielversprechend aus.

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