Verfasst von Thomas am 30. November 2007
Jedes mal wenn ich irgendwas baue und mir am Ende denke "Sooooo, das schreibste jetzt mal auf, damit du beim nächsten Mal nicht wieder so lange brauchst", siegt recht schnell die Faulheit - ich schreibe also nichts auf.
Gestern war wieder so ein Tag. Gestern habe ich den betagten Asterisk v1.2.irgendwas durch einen aktuellen v1.4 ersetzt. Das ansich ist ja wirklich keine grosse Sache, aber hier handelt es sich um einen H.323-Konferenzserver. Ich wusste noch das ich irgendein zaptel-Zeug für das Timing und natürlich einen H.323 Channel drankompilieren muss, aber was und in welcher Reihenfolge durfte ich in den folgenden Stunden neu erfahren. Weil ich die zaptel Kernelmodule erst nach der Übersetzung des Asterisks gebaute hatte kam dieser erstmal ohne app_meetme daher - also das Ganze nochmal nur in anderer Reihenfolge. Richtig Zeit gekostet hat aber der H.323 Channel. Der oh323 channel driver wollte irgendie gar nicht mehr übersetzt werden. Ich habe zig Versionen von pwlib und openh323 miteinander kombiniert, die dann entweder selbst schon krepierten oder oh323 nicht gefielen.....was für ein Drama. Als ich dann nahezu alle Howtos und Versionsempfehlungen erfolglos durch hatte, suchte ich mir eine Alternative. Schnell bin ich bei ooh323c aus den Asterisk Addons gelandet. Dieser channel driver ist deutlich umgänglicher, widerstandslos ließ er sich kompilieren und im Asterisk implantieren. Spannend wurde es dann wieder mit der DTMF-Erkennung für die Konferenzsteuerung. Mit den Einstellungen aus der oh323.conf war keine Blumentopf zu gewinnen - weder aus dem PSTN oder von einem slowstart H.323 Endgerät wurde mir Zugang gewährt. Wirklich zum heulen.
Wieder viele tcpdumps und Minutendekaden später habe ich endlich die passenden Settings gefunden um DTMF aus Festnetz, Mobilfunk und H.323-Wolke korrekt zu erkennen und dem Konferenzserver endlich wieder Leben einzuhauchen.
Jetzt werde ich es mir aufschreiben, ganz bestimmt. Oder....hab ich das nicht gerade getan?