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next generation computing

Mit ziemlich genau einem Jahr Verspätung bin ich jetzt auch in der Welt der Tablet-Computer angekommen. Obwohl ich mich ganz bestimmt nicht als fanboy bezeichnen würde, habe ich mich trotzdem für Apples Wunderflunder entschieden. Und wer mich auf twitter verfolgt weiß, das in meinem Haushalt binnen einer Woche sogar zwei iPads ihren Dienst tun: Ein texanisches iPad1 16GB WiFi und seit Samstag das iPad2, 64GB 3G in weiß. Redundanz schafft bekanntlich Sicherheit ;-)
Mangels Notebook (ok, ich habe noch ein Netbook, aber dazu hatte ich neulich schon was geschrieben) füllt das iPad bei mir die große Lücke zwischen Smartphone und Desktop Computer. Ob es das gut macht will ich in den kommenden Wochen rauskriegen. Das ein Tablet (egal ob iPad oder was anderes) kein vollwertiger Rechnerersatz ist, dürfte jedem klar sein.

a2ps mit mutt nutzen

Bild des Benutzers tbals

Jeder Linux Kommandozeilen-Fan wird den König der Mailclients mutt lieben. Meiner Meinung nach gibt es keinen schnelleren, kleineren und gleichzeitig so individuell anpassbareren Mailclient auf dieser verdammten Welt. Wer jetzt wie ich gelegentlich Mails ausdrucken möchte, bekommt in Verbindung mit Supertool a2ps ein echtes Problem: Denn a2ps versteht bedauerlicherweise kein UTF-8. Natürlich kommt die gewünschte Mail aus dem Drucker, aber Umlaute und andere nicht-Latin1 Zeichen sehen ziemlich gruselig aus.

Doch mit mutt ist das alles kein Problem. Ganz einfach lässt sich durch eine Zeile in der .muttrc die Mail erst durch recode schicken, bevor sie an a2ps geleitet wird:

$ grep print .muttrc
set print_command="recode UTF-8..Latin-1 | a2ps --pretty-print=mail"
set print="yes" 

Fertig! Recode wandelt die Mail dabei temporär in Latin-1, um und schon werden alle Umlaute fehlerfrei und ansehnlich gedruckt.
Nettes Feature nebenbei: Durch den Zusatz --pretty-print=mail formatiert a2ps den Druck speziell für Mails, was das Ergebnis noch deutlich lesbarer macht.

Hürdenlauf

Ich schrieb ja schon mehrfach über meine Ideen und Bemühungen, mein Standardbetriebssystem von Windows XP auf MacOS umzustellen. Da ich aber nicht so recht einsehen wollte, mir nur wegen besserer MacOS-Unterstützung ein neues Motherboard und/oder DVD-Laufwerk zu kaufen, habe ich ein paar Wochen länger gebraucht, die passende Distribution für meine Rechner zu finden und korrekt ans Laufen zu bekommen. Nach unzähligen Installationsvarianten habe ich es dann doch geschafft und bin inzwischen weitestgehend glücklich mit dem neuen Betriebssystem. Das dann trotz aller Versuche der Mikfrofon-Eingang nicht funktioniert und sich der Rechner beim runterfahren nicht ausschaltet habe ich akzeptiert - es ist und bleibt nunmal ein PC. Doch so ganz ohne Umbau ging es wirklich nicht; mit der onboard Grafik mochte keine Distribution arbeiten. So habe ich mir bei ebay eine gute alte und sparsame Radeon HD 2600XT mit dual DVI für knappe 20€ gekauft, auch wenn diese wider meiner Pläne mit GPU-Kühler daher kommt. Glücklicherweise ist er sehr leise und kaum zu hören. Ich hätte ja gerne eine neuere und passive Karte genommen, aber MacOS scheint nur ein paar handverlesene ATI Grafikkarten zu supporten. ...

Fremdgegangen

Hello World.
Nach Einbau einer Grafikkarte konnte ich MacOS dann installieren, offensichtlich ist die onboard Karte böse. Die Installation lief problemlos, doch bootet die Kiste nicht von der SATA-Platte. Aber wenn ich die DVD im Laufwerk lasse und 5 Sekunden ohne Tastedruck warte, startet das Betriebsystem trotzdem. Is noch ein bissl komisch.
LAN, Sound, beide LCDs, USB und Bluetooth liefen sofort, nur der Marvell IDE-Controller und die angeschlossenen DVD Laufwerke sind noch nicht zu gebrauchen und die deutsche Übersetzung ist - sagen wir - nicht so durchgängig. Die größten Hürden sind genommen, ich weiss nun das meine Hardware weitestgehend MacOS-tauglich ist. Die Geforce 8600 habe ich mir nur geliehen, als erstes muss also eine neue alte Grafikkarte her. Sparsam und passiv gekühlt sollte sie sein, und mit 2x DVI Ausgang. Ich mach mich mal auf die Suche.

Halsabschneider

Zum wiederholten Male denke ich darüber nach, mit einen Mac auf den Schreibtisch zu stellen - oder besser darunter. Der Gedanke beruht hauptsächlich auf zwei immer wiederkehrenden Gründen:

  • Windows XP kann nicht mehr als 3GB RAM verwalten und der Nachfolger Vista ist kaum zu gebrauchen
  • Für Linux gibt es keine echte Bildbearbeitung und -verwaltung, schon gar nicht wenn man mit RAW Files arbeitet

Auch ohne rosa Brille gibt es bestimmt noch viele andere Gründe, warum ein Mac der bessere Rechner sein kann. Allerdings kenne ich als langjähriger Linuxer die typischen OS flamewars zu Genüge - darum reichen mir diese beiden unreligiösen und handfesten Punkte ersteinmal.

email-Adressen automatisch sammeln

Alle Netscape- oder Thunderbird-Nutzer kennen das Adressbuch "Gesammelte Adressen". Es ist praktisch, einfach und tut was es soll. Als Verfechter des weltbesten command-line Mailclient mutt habe ich dieses Feature oft vermisst. Aktuell ganz besonders, da ich mühevoll diverse Mailboxen der letzten Jahre nach einer bestimmten email-Adresse durchsuchen musste. Dabei bin ich auf die ultimative und zugleich extem simple Lösung gestoßen. Ich habe mir einfach die "Little Brother Database (lbdb)" installiert und lasse per procmail jede eingehende Mail durch das zugehörige Tool lbdb-fetchaddr laufen. Jetzt noch in mutt das query-command auf lbdbq legen und das wars auch schon. Nun im Detail.

Vielleicht Xen, vielleicht nicht.

Virtualisierung ist hip. Und öko. Und sowiewo.
Da inzwischen der Umzug weitestgehend erledigt, die alte Wohnung übergeben und die meisten Kartons ausgepackt sind, kann ich mich langsam wieder mit den normalen Belanglosigkeiten unserer Zeit beschäftigen. Nachdem ich vor einigen Monaten mein Glück mit OpenVZ und Linux VServer versucht habe, wollte ich mir jetzt mal den Quasi-Testsieger Xen vorknöpfen - doch wirklich weit gekommen bin ich gestern irgendwie nicht.
Ich habe mir meinen noch halbwegs brauchbaren Testrechner geschnappt und ihm erstmal mit dem »Etch-n-half«-Netinstaller aller Altlasten entledigt - soweit nix dolles. Anhand dieser Anleitung für nicht-Xener folgte dann die Installation des Xen Kernels plus notwendiges Drumherum. Das hier jetzt nicht die neuste Version auf die Platte kam ist man als "Debian stable" User ja gewohlt, aber das Neuste braucht man ja sowieso nie. Doof fand ich jetzt erstmal das Zwangsdowngrade von 2.6.24 auf 2.6.18, weil Xen wohl "broken with 2.6.24" ist. Soso. Erstmal egal.
Nach dem reboot startete dann der Xen 3.0.3 Hypervisor (heisst das so?), allerdings reichlich netzlos. Irgendwie gab es kein eth0-Interface obwohl der Treiber doch geladen ist - also nochmal per Hand:

# modprobe -r b44
# modprobe b44
  [..] b44: No usable DMA configuration, aborting.
  [..] b44: probe of 0000:07:00.0 failed with error -5

Ganz was feines! Etwas googlen brachte es zu Tage: Xen 3.0 hat Probleme mit dem Broadcom 44xx. War ja klar. Je mehr ich darüber las, desto klarer wurde es mir: Xen 3.0 ist sowieso doof und 3.1 rockt. Also nun doch! Offensichtlich gibt es aber keine Xen 3.1 Packete für Debian stable[einhalb] - selbermachen ist also angesagt. Soweit ich gelesen habe scheint auch das nur mit dem 2.6.18 zu gehen.....was ein Drama.
Dabei will ich doch nur ein wenig testen ob Xen gut für mich ist.
Vielleicht solte ich einfach noch eine andere LAN-Karte einbauen...oder? Andererseits....es gibt ja auch schon Xen 3.2...und Ubuntu »inc. all«....und backports.org...... Oder ich lasse es einfach!

halb klein, halb gross

Ich habe mir am Montag bei Freunden mal den Asus EeePC angesehen. Die beiden haben sich die Winzlinge vom lokalen Mediamarkt geholt, als gerade die Palette aus dem Lager kam. Auf den ersten Blick sieht das Sub-Sub-Notebook wirklich nett aus - 3x USB, 1x LAN, Wireless und eine Webcam sind schon mal nett - einen VGA-Anschluss und ein $SPEICHERKARTEN-Slot habe ich auch nicht wirklich erwartet. Die Tastatur ist schon reichlich kompakt, die Tasten sehr klein, und das Touchpad passend winzig zum 7-Zoll Display, was in Summe natürlich zu der handlichen Größe des Eees führt. Die 512 MB RAM lassen sich schnell gegen große Chips auswechseln und auch die 4GB SSD kann wohl einer echten Harddisk Platz machen. Nach eigenen Angaben macht der Eee im Akkubetreib nach ca. 3 Stunden schlapp, was imho nicht wirklich viel ist - allerdings ist das Akkupack auch nicht das größte.
Mein Fazit: Nette Spielerei für einen wirklich korrekten Preis, aber weder als Ersatz eines 13- oder gar 15-Zoll Notebooks geeignet, noch klein genug um es immer dabei zu haben.

Obstware 1.1.3

Jetzt wo das iPhone in aller Munde und in jedem dritten Blog oder Forum irgendwas darüber zu lesen ist, dürfte so ziemlich jeden technikaffinen Menschen auch die Botschaft über das Firmwareupdate Version 1.1.3 erreicht haben. Für micht steht auf jeden Fall fest: Ich werde bestimmt kein Geld für ein paar Features ausgeben, welche a) ich dank jailbreak längst habe und b) stumpf vom iPhone kopiert und jetzt nochmal durch die Geldmaschine gedreht werden. Ich werde mich erstmal entspannt zurücklehnen und den Empfehlungen meines iPods folgen.

ipod goes PDA

ipod touchWeihnachten ist ja schon ein Weilchen her aber ich habe halt ein paar Wochen gebraucht um mein neues Spielzeug richtig kennenzulernen und funktionell etwas aufzuwerten. Doch nun bin ich mit meinem ersten Apfel namens ipod Touch sehr zufrieden. Als Apfelneuling musste ich erstmal einige Blogs durchstöbern bis ich verstanden habe, wie man den "jailbreak" fehlerfrei durchführt. Doch entgegen vieler beängstigenden Kommentare verlief bei mir das downgrade auf 1.1.1 sowie der eigenliche jailbreack inclusive folgendem upgrade zurück auf 1.1.2 völlig problemlos. Inwischen habe ich den »MP3-Player« um klassische PDA-Anwendungen wie eMail, Adressbuch, Notizen, ToDo-Liste mit Reminder und den bekannten iPhone Apps erweitert, und damit meinen alten Palm m500 endgültig obsolet gemacht. Trotz aller Begeisterung gibt es auch ein paar Wermutstropfen: Bluetooth und ein Flashkarten-Slot wären wirlich noch ein Highlight und iTunes ist der letzte Dreck.