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NC10 Erstkontakt

Heute morgen habe ich mein neues Netbook bekommen.
Vor knapp 1,5 Jahren hatte ich bei einer Bekannten das erste Netbook in der Hand und war damals nicht wirklich begeistert. Zu der Zeit ahnte vermutlich niemand was Asus angerichtet hat und wie sie damit den Markt der mobilen Rechner einmal auf links gekrempelt haben. Heute sind Netbooks absolut angesagt. Nahezu jeder Hersteller hat inzwischen zwei, drei, siebzehn Modelle auf dem Markt, die dem alten Asus EeePC 4G technologisch deutlich überlegen sind. Nach längeren Überlegungen haben ordentliche CPU-Power, grosse Festplatte und lange Akkulaufzeit in der 1kg Klasse nun auch mich zum Kauf eines solchen bewegt. Nach etwas Recherche habe ich mich für das schon etwas ältere Samsung NC10 entschieden. Kaufgrund war auf jeden Fall das matte Display, die gute und grosse Tastatur, der langatmige 6-Zellen Akku und eingebautes Bluetooth. Da es inzwischen eine Hand voll verschiedener NC10s gibt, sollte man beim kaufen genauer hingucken. Ich habe mit gleich einen 2GB Riegel mitbestellt, den man sehr einfach durch das vorhandene 1GB Modul austauschen kann. Da es nur einen Slot gibt ist dieser dann über.

Samsung hat Windows XP home mit diversen eigenen Tools vorinstalliert, mit denen sich bei der Ersteinrichtung die Partitionsgröße für das vorhandene Windows ändern lässt. Sehr praktisch für alle, die neben Windows noch andere Betriebssysteme installieren wollen. Genau das habe ich nach 46 Windows Updates auch gemacht. Mangels optischem Laufwerk habe ich per PXE Boot (etwas tricky: nach dem einschalten sofort F12 drücken) das aktuelle Ubuntu 9.04 neben das Windows installiert. Erwartungsgemäß hat GRUB das XP home und den Samsung Recovery Manager (als Windows Vista) erkannt und sauber in der menu.lst versenkt. Grafikkarte, Auflösung, LAN, WLAN, Bluetooth, Sound und Webcam liefen gleich auf Anhieb, auch Suspend to RAM und Suspend to Disk scheinen zu funktionieren. Auch die wichtigsten Fn-Tasten inc. Display-Helligkeit mussten nicht extra konfiguriert werden. Allerdings muss ich noch etwas an der Grafik drehen, denn z.B. youtube-Videos sehen noch wie eine Diashow aus und die Display-Helligkeit ist noch deutlich dunkler als unter Windows.

Die ersten Stunden am NC10 haben wirklich Spass gemacht. Die Tastatur überzeugt durch grosse Tasten und cleveres Layout, nur die rechte Shift-Taste ist etwas klein und die "< > |" Taste sitzt auf der falschen Seite. Naja... Details. Dadurch ist das Touchpad wirklich sehr klein geworden und erst Recht für mich als Trackpoint-Fan nahezu unbrauchbar. Eine USB- oder Bluetooth Mouse ist damit obligatorisch. Die Displayhöhe von 600px schränkt natürgemäß etwas ein, da werde ich mich wohl noch dran gewöhnen müssen, aber mit ein paar Tricks lässt sich zumindest Firefox deutlich platzsparender benutzen. Das matte Display liebe ich jetzt schon.
In nächster Zeit werde ich mal genauer auf die Akkulaufzeit achten, mal sehen wie weit ich mich von einer Steckdose wegbewegen kann.

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